EAI Enterprise Application Integration
EAI Enterprise Application Integration bedeutet die Integration von Anwendungssytemen in heterogenen IT- Architekturen, ohne, dass
Änderungen an den Funktionen der Anwendungssysteme vorzunehmen sind. Eine Integrationsplattform
im Sinne des EAI soll die Prozesslogik eines oder mehrerer Unternehmen in einer IT- Architektur aus vorhandenen Anwendungssystemen
abbilden, Geschäftsprozesse durch eine modulare Einbindung einzelner Anwendungssysteme unterstützen können.
EAI kommt sowohl unternehmensintern als auch bei der Business-To-Business- Kommunikation zwischen Unternehmen zum Einsatz. Die Grenze
ist fließend, Verfahren und Systeme sind oftmals sowohl für EAI als auch für
EDI einsetzbar. Das
Supply Chain Management ist ein typisches Beispiel für die
notwendige Integration von Geschäftsprozessen der unternehmensinternen Logistik einerseits und deren Integration
unternehmensübergreifend mit den Logistikprozessen der Partnern der Supply Chain. Portale für die einheitliche Präsentation
verschiedener Anwendungssysteme nutzen ebenfalls oftmals EAI- Verfahren. EAI ist die Basis für weiterführende IT- Ansätze wie
zum Beispiel
RTE Real-Time-Enterprise,
BPM Business Process Management
oder
SOA Service Oriented Architecture.
Die Funktionsweise einer EAI- Integrationsplattform kann Ebenen zugeordnet werden. In der untersten Ebene bietet die Plattform
Adapter für den Datenaustausch und die Datenintegration sowie für asynchrone und synchrone Funktionsaufrufe (Beispiele befinden sich
in unserer Home Page unter
"OSIS- Kommunikations- Module"). Weitere Ebenen
befassen sich mit der Konvertierung und dem Mapping der Nutzdaten, mit der Wandlung der Syntax (Beispiele befinden sich in unserer
Home Page unter
"EDI- Module") und einer anwendungsbezogenen
Bearbeitung und Verteilung der Daten und Nachrichten (Beispiele befinden sich in unserer Home Page unter
"OSIS- Anwendungs- Module"). Ein Message Broker
steuert und kontrolliert die aufgeführten Funktionen (Beispiel befinden sich in unserer Home Page unter
"OSIS- Basispaket") und bildet das
Bindeglied zu einer letzten Ebene, einer Business Process Engine, die anhand eingehender Daten feststellt, ob und welche
Anwendungssysteme in welcher Weise in die Geschäftslogik einer applikationsübergreifenden Prozesskette einzubinden sind
(Beispiel befinden sich in unserer Home Page unter
"OSIS- Business- Integration- Platform").
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EAN Internationale Artikelnummer
Die EAN International, European Article Numbering International, ist die europäische Vorgängerorganisation der
GS1,
ein Zusammenschluss von EAN International und Uniform Code Council (UCC). In Deuitschland wird die GS1 durch die GS1 Germany
(früher CCG - Centrale für Coorganisation) mit Sitz in Köln vertreten.
Die EAN (Internationale Artikelnummer, in englisch "International Article Number", früher "European Article Number") ist die
europäische Bezeichnung für ein weltweit überschneidungsfreies Nummernsystem zur Identifikation von Artikeln und
Gütern jeglicher Herkunft (Konsumenten- und Handelseinheiten). Mit dem Zusammenschluss zur GS1 wird die EAN mit dem amerikanischen
Uniform Product Code (UPC) unter der Bezeichnung Global Trade Item Number (GTIN) zusammengeführt.
Die Nummer enthält keine beschreibende Information sondern ermöglicht den Zugriff auf die in den Softwaresystemen der
Unternehmen gespeicherten Daten zu den Artikeln und Gütern.
Ein Teil der EAN ist die Nummer des Herstellers des Artikels oder Gutes, international mit Global Location Number (GLN), in deutsch mit
Internationale Lokationsnummer
(ILN) bezeichnet. Die GLN bzw. ILN dient zur weltweit
überschneidungsfreien Identifikation von Unternehmen und Unternehmenseinheiten. In Ergänzung zur ILN enthält die EAN eine
vom Hersteller für jede Artikelvariante und Handelseinheit vergebene individuelle Nummer.
Ein weiteres EAN- Nummernsystem ist die Nummer der Versandeinheit
(NVE) bzw. international bezeichnet mit Serial Shipping
Container Code (SSCC).
Das EAN- Nummernsystem ist die Basis für das
EAN 128 Strichcode- Konzept und die EAN 128 Etiketten als
Informationsträger sowie für das EDIFACT- Subset
EANCOM für den elektronischen Datenaustausch
(EDI) in allen Bereichen der Konsumgüterwirtschaft und Industrie.
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EANCOM
EANCOM steht für die Beschreibung von
EDI- Nachrichten unter Nutzung des
EAN- Nummernsystems für die weltweit überschneidungsfreie
Identifikation von Unternehmen, Artikeln und Gütern jeglicher Herkunft. EANCOM ist ein Subset des
EDIFACT- Standards.
Branchenbezogen sind nur die benötigten Bestandteile des EDIFACT- Standards in das Subset übernommen und deren Nutzung
im Rahmen des Subsets näher erläutert.
EANCOM wurde zunächst für den Handel und die Konsumgüterindustrie konzipiert. Heute kommt EANCOM auch in anderen Bereichen,
zum Beispiel der Transportlogistik (u. a. des
Spediteurs),
des Gesundheitswesens, der Elektrotechnik, des Baumaterialienhandels oder des Verlagswesens zum Einsatz.
Die EDI-Module
des Open System Integration Server OSIS erstellen aus beliebigen Datenstrukturen und Formaten wohlgeformte EANCOM- Nachrichten und
prüfen in entgegen gesetzter Richtung eingehende EANCOM- Nachrichten auf ihre Wohlgeformtheit, interpretieren deren Inhalt und stellen
die Daten in der gewünschten Struktur und dem gewünschten Format zur Verfügung.
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EAN 128
Der EAN 128- Standard nutzt das EAN- Nummernsystem in Verbindung mit einem aus dem Code 128 als Untermenge weiter entwickelten
Strichcode. Datenbezeichner definieren das Format, die feste oder variable Länge und die verfügbaren Zeichen des jeweils
darauf folgenden Datenelements. Neben der Nummer der Versandeinheit
(NVE) und der internationalen Artikelnummer
(EAN) können weitere Informationen zur Ware und zur Logistik , zum
Beispiel die Chargennummer, das Mindesthaltbarkeitsdatum oder das Verfallsdatum, die Menge bzw. die enthaltene Stückzahl, das
Nettogewicht, die Internationale Lokationsnummer
(ILN) des Warenempfängers und seine Bestellnummer usw.
abgebildet werden.
Die im Strichcode verschlüsselte Information zur Identifikation (z. B. NVE, EAN, ILN) ermöglicht den in die logistischen
Abläufe eingebundenen Partner den Zugriff auf die in den EDV- Systemen abgelegten Informationen, seien es Stammdaten oder Daten
aus im
EANCOM- Standard voraus gesandten
EDI- Nachrichten.
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E-Business
Von allen Begriffen mit Bezug zur "elektronischen Vernetzung" (wie z.B. B2B, B2C, E-Commerce, E-Procurement, EDI, EAI usw.)
enthält die Bezeichnung "E-Business" die geringste Eingrenzung auf einen bestimmten Anwendungsbereich der IuK- Technologie
(Informations- und Kommunikations- Technologie). So kann unter E-Business die Abwicklung und Integration aller digitalisierbarer
und automatisierbarer Geschäftsprozesse unter Einsatz von IuK- Technologien verstanden werden. Die Zielsetzung bei der
Einführung von E-Business ist die Steigerung der Wirtschaftlichkeit und Qualität. Das Beachten der Machbarkeit beim
Einsatz der Technik und die Einrichtung der entsprechenden Organisation haben hierbei einen hohen Stellenwert.
Man spricht von E-Business bei der Automatisierung und Integration von Geschäftsprozessen sowohl innerhalb eines Unternehmens
als auch zwischen Unternehmen. Letzteres trifft insbesondere beim Handel und dessen Umfeld zu, beim
SCM (Supply Chain Management), bei der Beschaffung,
Distribution und Logistik, mit
B2B (Business-To-Business) und
B2C (Business-To-Consumer), unter Einsatz von Techniken wie
EAI (Enterprise Application Integration),
EDI (Electronic Data Interchange) und unter Nutzung des
Internets für z.B.
E-Procurement,
Marktplätze,
Portale,
Web Services.
Der Open System Integration Server
OSIS wird für E-Business in vielen
Branchen und Unternehmen eingesetzt.
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E-Commerce
E-Commerce ist der Begriff für die Abwicklung und Integration aller digitalisierbarer und automatisierbarer Geschäftsprozesse
des Handels von Waren und Dienstleistungen unter Einsatz von IuK- Technologien. Der Begriff E-Commerce kann als ein Ausschnitt aus
der Definition von
E-Business verstanden werden, mit der Einschränkung
auf das Anwendungsgebiet des Handels.
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ECR Efficient Consumer Response
Efficient Consumer Response (ECR) befasst sich mit der Optimierung der Supply Chain bzw. des Supply Chain Management
(SCM) unter der Sicht, dass die Prozesse von der Produktion
über die Distribution und bis zur Versorgung der Kunden durch den Handel letztlich durch die Nachfrage der Kunden gesteuert werden.
Wesentliche Komponenten des Efficient Consumer Response sind das Category Management
(CM) und das Efficient Replenishment
(ER). Unter Category Management wird die Zusammenarbeit von Herstellern und
Handel verstanden, durch die für eine bestimmte Warengruppe (Category) auf die Nachfrage der Kunden besonders optimal reagiert
wird. Ebenfalls gesteuert durch die Nachfrage der Kunden werden im Rahmen des Efficient Replenishment die Prozesse der Beschaffung des
Handels, der Produktion bei den Herstellern und die Logistik der Transportwirtschaft optimiert.
ECR ist nur durch den Einsatz der Informationstechnik und insbesondere durch den elektronischen Datenaustausch
(EDI) möglich. Das Nummernsystem der EAN International, die Internationale
Artikelnummer
(EAN), die Internationale Lokationsnummer
(ILN) und die Nummer der Versandeinheit
(NVE) sind die Grundlage für die Identifikation der Partner,
Versandeinheiten und Artikel entlang der gesamten Supply Chain. Als Bestandteile in den EDI- Nachrichten des
EANCOM- Konzepts dienen dies Nummern u. a. für den Zugriff der
Unternehmen auf die für sie relevante Information, sei es in den EDI- Nachrichten oder in den unternehmensinternen EDV- Systemen.
Der Open System Integration Server OSIS verfügt unter anderem über vorgefertigte (vorkonfigurierte)
Lösungen zum ECR für den elektronischen
Datenaustausch (EDI) und die Integration des EDI in die unternehmensinternen EDV- Systeme.
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EDI Electronic Data Interchange
EDI (Electronic Data Interchange) ist der Begriff für den Elektronischen Datenaustausch zu den Inhalten von Dokumenten zwischen
den IT- Anwendungssystemen von Geschäftspartnern, mit einem möglichst automatischen Ablauf. Im allgemeinen sind die Schnittstellen
des sendenden und des empfangenden Anwendungssystems inkompatibel, d.h. die Nachrichten müssen vor der übernahme so bearbeitet werden,
dass das empfangende Anwendungssystem die Nachrichten aufnehmen und die Daten interpretieren und verarbeiten kann. Hierzu muss
zwischen den Partnern eine Vereinbarung getroffen werden, zum Ablauf der Geschäftsprozesse, zur Struktur bzw. Syntax und der Semantik
der Nachrichten und zur eingesetzten Kommunikationstechnik.
Durch die zu vereinbarenden Vorgaben eignet sich der Einsatz von EDI in erster Linie für den Informationsaustausch zu über längere
Zeiträume gleich bleibenden Dokumenten, wie es zum Beispiel beim
Supply Chain Management
oder allgemein bei der Logistik, bei Finanzinstituten, Versicherungen, Behörden usw. der Fall ist. Beispiele zu Szenarien für EDI
zu solchen Dokumenten finden Sie in unserer Home Page unter
"Lösungen" in den darunter liegenden
Seiten.
Die Prozesse der Bearbeitung der Nachrichten vor einer möglichen übernahme in das empfangende Anwendungssystem können abstrahiert
unterschiedlichen und aufeinander aufbauenden Ebenen zugeordnet werden, zum Beispiel den Ebenen der Kommunikationstechnik,
der Wandlung von Syntax und Semantik und der anwendungsbezogenen Bearbeitung von Nutzdaten. Eine kurze Erläuterung zu einer solchen
Unterteilung befindet sich in unserer Home Page unter
"OSIS- Ebenen."
Auf Komponenten der Kommunikationstechnik für asynchrone und synchrone Datenaustauschverfahren wird in unsere Home Page unter
"OSIS- Kommunikations- Module" eingegangen.
Die Aufgabenstellung der Konvertierung der Syntax (die Konvertierung zwischen individuellen Strukturen, die Konvertierung zwischen
individuellen Strukturen und Standards wie z.B.
EDIFACT, die Konvertierung zwischen Standards, z.B. zwischen
EANCOM und
IDOC) wird in unserer Home Page unter
"EDI- Module" angesprochen.
Prozesse der anwendungsbezogenen Bearbeitung von Nutzdaten werden in unserer Home Page unter
"OSIS- Anwendungs- Module" erläutert.
Ein Beispiel zur Vorgehensweise für die Integration von EDI in ein ERP- System finden Sie unter
"SAP R/3 Business Integration".
Die Einführung oder die Erweiterung des Einsatzes von EDI ist stets ein Projekt, das eine entsprechende Projektorganisation erfordert.
Die erforderlichen Arbeitsschritte wie Spezifikation, Realisierung der fachlichen Lösung, Implementierung / Einführung, Schulung
und Wartung / Support sind in unserer Home Page unter
"Dienstleistung" und den darunter
liegenden Seiten beschrieben.
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EDIFACT
EDIFACT ist die Abkürzung für "Electronic Data Interchange For Administration Commerce and Transport". Es handelt sich um
einen von der United Nations Economic Commission for Europe (UN/ECE) definierten Standard für den elektronischen Datenaustausch
(EDI). EDIFACT beschreibt die Syntax , d. h. den Aufbau und die Form der
Inhalte für definierte Nachrichtentypen. Sie ist im wesentlichen in Verzeichnissen von standardisierten Nachrichten
(UN/EDIFACT Standard Message Directory), von Codes (UN/EDIFACT Code List) und von Elementen (UN/EDIFACT Data Element Directory)
beschrieben.
Die Syntax schreibt eine Folge von Service- und Datensegmenten vor. In einem optionalen Servicesegment (UNA, Service String
Advice) kann die vorgegebene Definition der Trennzeichen verändert werden. Das nachfolgende Servicesegment
(UNB, Interchange Header) enthält u. a. Information zum Sender und Empfänger. Danach folgen die Nachrichten
(Messages) oder Gruppen von Nachrichten (Funktionsgruppen, Functional Groups). Im Segment zur Beschreibung der Gruppierung
(UNG, Functional Group Header) können weitere Daten zum Empfänger angegeben werden. Eine Nachricht beginnt mit UNH
(Message Header) und besteht aus Datensegmenten (Data Segments). Die aufgeführten Segmente bzw. Gruppen werden jeweils
durch Servicesegmente abgeschlossen (UNT (Message Trailer), UNE (Functional Group Trailer), UNZ (Interchange Trailer)).
Der Message Header UNH enthält u. a. den Nachrichtentyp (6-stellige Bezeichnung, z. B.
ORDERS) sowie Kontrollangaben wie zum Beispiel
Anzahl der vorausgehenden Segmente. Segmente können zu Segmentgruppen zusammengefasst werden, diese können weitere
Segmentgruppen enthalten. Segmente und Segmentgruppen können wiederholt werden.
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Ein Data Segment besteht aus Datenelementen und Datenelementgruppen. Datenelemente werden anhand der Segment- Beschreibung durch ihre
Position im Segment identifiziert und beinhalten durch den Standard festgelegte Codes oder beliebige Inhalte. Ein Segment beginnt
mit dem Segment- Bezeichner und endet mit dem Segment- Ende- Zeichen. Ein Segment- Bezeichner enthält u. a. einen Code, der das
Segment eindeutig identifiziert.
Auf Grund der Komplexität der EDIFACT- Syntax sind für verschiedene Branchen Subsets entstanden. Ein EDIFACT- Subset beinhaltet
nur den für eine Branche relevanten Teil des EDIFACT- Standards.
EANCOM ist die Bezeichnung des für den Handel und die
Konsumgüterindustrie entwickelten Subsets.
Beispiele für EDIFACT- Nachrichtentypen aus den Bereichen Handel, Transport und Bankwesen sind:
APERAK (Anwendungsfehler- und Bestätigungs- Nachricht),
BAPLIE (Ladeplan über leere und besetzte Zellen),
CALINF (Schiffsinformation),
COARRI (Container- Lösch- / Ladebericht),
CODECO (Container- Terminal- Eingangs- /Ausgangsmeldung),
CONTRL (Syntax- und Servicebericht),
COPARN (Container- Ankündigung),
COPINO (Container- Voranzeige),
COPRAR (Container- Lösch- / Ladeauftrag),
COREOR (Container- Freistellungsanweisung),
DELFOR (Lieferabruf /- plan),
DESADV (Liefermeldung),
FINPAY (Multipler Interbank- Zahlungsauftrag),
IFCSUM (Speditions- und Sammelladungs- Nachricht),
IFTDGN (Gefahrgutmeldung),
IFTMIN (Transport- / Speditionsauftrag),
IFTSTA (Multimodaler Statusbericht),
INVOIC (Rechnung),
INVRPT (Lagerbestandsbericht),
MOVINS (Stauanweisung),
ORDERS (Bestellung),
ORDRSP (Bestellantwort),
PAYEXT (Erweiterter Zahlungsauftrag),
PAYMUL (Multipler Zahlungsauftrag),
PAYORD (Zahlungsauftrag),
PRICAT (Preisliste / Katalog),
PRODAT (Produktstammdaten),
RECADV (Wareneingangsmeldung),
REMADV (Zahlungsavis),
SLSFCT (Verkaufsprognose),
SLSRPT (Verkaufsdatenbericht),
Beispiele
für EDI- Szenarien unter Verwendung dieser und weiterer EDIFACT- Nachrichtentypen bietet der Open System Integration Server
OSIS als vorgefertigte (konfigurierte) Lösungen.
Für den EDIFACT- Nachrichtenaustausch zwischen den EDV- Systemen von Geschäftspartnern muss eine Konvertierung ("Übersetzung")
zwischen der EDIFACT- Syntax und der Syntax für die individuellen Schnittstellen der EDV- Systeme stattfinden. Softwareprodukte
(z. B. Konverter) wie
OSIS bieten neben dieser Funktion auch den
automatisierten Ablauf sowohl des Datenexports- und Datenimports aus und in die hausinternen EDV- Systeme als auch des EDI mit den
Partner- Systemen.
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EDIINT AS2
EDIINT AS2 ist ein Protokoll für den elektronischen Datenaustausch über das Internet mit einer Punkt- zu- Punkt- Verbindung.
Während bei der Verwendung von EDIINT AS1 die übertragung durch e-mail und SMTP erfolgt, kommt bei EDIINT AS2 das Protokoll
http zum Einsatz, die Technologie für die übertragung über TCP/IP basierte Netzwerke.
AS2 bietet eine Art ´Briefumschlag`, in dem beliebige Dokumente, wie z.B. Bestellungen, Lieferavise oder Rechnungen,
unverändert und in ihrer ursprünglichen Syntax (in z. B. Formaten wie EDIFACT, XML oder CSV) ohne Bearbeitung übertragen werden.
Durch die Datenübertragung über eine https- Verbindung, die Verwendung von Verschlüsselungs- und Signaturalgorithmen und
eine synchrone oder asynchrone Empfangsbestätigung handelt es sich, trotz der übertragung über Internet, um eine sichere Methode.
Die Nutzung des Internets ist kostenfrei. Die Anwendung von AS2 ist daher eine außerordentlich kostengünstige Lösung für die
elektronische Datenübertragung. Im Gegensatz zur Datenübertragung über ein Value Added Network (VAN) sind keine Gebühren für
die Nutzung zu entrichten.
Allerdings sollte die Kommunikationssoftware von Versender und Empfänger zu jeder Zeit an das Internet angeschlossen sein.
Die LS GmbH bietet mit dem
EDI-Modul AS2
des Business Integration Server OSIS eine kostengünstige Einrichtung für die Datenübertragung
über AS2, für die Konvertierung der Daten und für die Integration des Datenaustausches mit den hausinternen EDV-Systemen an.
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EDM Engineering Data Management
Ein Engineering Data Management System (EDM- System) verwaltet alle Daten und Dokumente, die im Zusammenhang mit der Entwicklung oder Änderung
von Produkten stehen. Hierzu wird das EDM- System über Schnittstellen an die für Produktentwicklung eingesetzten Anwendungssysteme
des Computer Integrated Manufactoring (CIM) angeschlossen. Systeme des CIM unterstützen zum Beispiel die Konstruktion und
Arbeitsvorbereitung (CAD/CAPP), die Produktionsplanung- und steuerung (PPS) oder die Fertigung (CAM).
Die Einrichtung und Betreuung der Schnittstellen für die Integration eines EDM- Systems ist eine Aufgabenstellung des Enterprise
Application Integration
(EAI). Der Open Sytem Integration Server
OSIS ist eine Software für die Integration
von Anwendungssystemen in EAI- und EDI- Szenarien.
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EPC Electronic Product Code
EPC, der elektronische Produkt Code, ist ein Standard für die international eindeutige Identifizierung von Objekten wie zum Beispiel
Artikel, Karton, Paket, Palette, Transportbehälter usw., auf dem Weg von der Herstellung über den Transport und den Handel
bis zum Verbraucher, gegebenenfalls auch noch unter Einschluss von Bereichen wie After Sale und Entsorgung. EPC setzt auf der
Technologie von
RFID (Radio Frequency Idfentification) auf. Im Gegensatz zum
Barcode wird die Information zur Identifikation über elektromagnetische Wellen im Radiofrequenzbereich auf Transpondern
(RFID- Tags) gespeichert und von dort bei Bedarf ausgelesen. Auf Grund der relativ großen Speicherkapazität kann bei EPC jedes
Einzelstück eindeutig identifiziert werden.
Für die Entwicklung und Pflege von EPC ist die von GS1 (vormals EAN International und Uniform Code Council) gegründete
EPCglobal Inc. zuständig, die in Deutschland durch die GS1 Germany GmbH in Köln vertreten wird. Die Nummernsysteme unter EAN
(ILN/GLN,
EAN/GTIN,
NVE/SSCC) können im EPC verschlüsselt werden.
Dadurch können
EDI unter dem
EANCOM- Standard und RFID unter dem EPC- Standard parallel betrieben
werden und sich gegenseitig ergänzen.
Die Identifikation der Objekte durch EPC ermöglicht den Zugriff auf Daten zum Produkt und zu dessen "Lebenszyklus" in
Anwendungssystemen im eigenen Unternehmen und bei Partnern in der
Supply Chain. Dies soll durch das EPCglobal- Netzwerk der
Zukunft, durch ein Internet- basiertes "EPC- Informationsnetzwerk" und dessen "EPC- Kerndienste (EPCglobal Core Services)"
unterstützt werden. Ein "EPC- Informationsservice (EPC IS)" eines Unternehmens greift auf die Anwendungssysteme (z. B.
ERP, Warenwirtschaft, Logistik usw.) zu und übermittelt Daten zu
Ereignissen (z. B. über RFID und EPC identifiziert) und weitere im Zusammenhang mit dem Objekt stehende Informationen über
das EPC- Informationsnetzwerk an den EPC IS (und an die nach gelagerten Anwendungssysteme) autorisierter Partner. Ein
"Object Name Service (ONS)" ermittelt die "Netzadresse" des EPC IS des durch die EPC- Nummer identifizierten Verursachers der
EPC- Nachricht. "Discovery Services" und "Event Registry" sind Dienste, die auf die EPC IS aller Unternehmen verweisen sollen,
in denen Daten in Zusammenhang mit dem EPC des Objekts gespeichert sind.
Die Aufgabenstellungen eines EPC IS und ONS sprechen Technologien wie z. B. Enterprise Application Integration
(EAI) und die Kommunikation mit
Web Services an. Der Open System Integration Server
OSIS ist ein Softwareprodukt zu diesen
Technologien.
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E-Procurement
E-Procurement, die elektronische Beschaffung über das Internet, ist ein Teilgebiet von
E-Business. Mitarbeiter eines Unternehmens wickeln die Prozesse der
Beschaffung unter Einhaltung vorgegebener Regeln und Abläufe über ein elektronisches
Portal ab. Sie greifen online auf
die relevanten Daten zu, zum Beispiel auf Kataloge zu den Artikeln, zur Verfügbarkeit, zum Lagerbestand, und bestellen vom
Arbeitsplatz aus, unter Umständen unter Einbezug eines automatisierten Genehmigungsverfahrens.
Hat der Kunde die hervorgehobene Stellung, wie zum Beispiel bei der Automobilindustrie, kann er die Bedingungen vorgeben, wie die
Zulieferer sich an die Schnittstellen seines Portals anzubinden haben. Hier besteht oftmals eine enge Integration der Prozesse, die
vom Zugriff auf die Produktdaten der Lieferanten bis zur termingenauen Lieferung in die Produktionsprozesse des Kunden reicht.
Hat der Lieferant die besondere Position, wie zum Beispiel ein Großhändler, so stellt dieser ein Portal zur Verfügung, an das
die Kunden ihre Anwendungssysteme anschließen oder über die Web- Technologie, zum Beispiel unter Nutzung eines Browsers,
zugreifen.
Über einen elektronischen
Marktplatz wickeln mehrere Kunden mit mehreren
Lieferanten Beschaffungsvorgänge ab.
Die Zielsetzung beim Einsatz von E-Procurement ist die Beschaffung zu möglichst niedrigen Preisen und die Rationalisierung und
Qualitätssteigerung bei der Abwicklung der Geschäftsprozesse.
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ER Efficient Replenishment
Unter Efficient Replenishment wird die "Effiziente Warenversorgung" als Bestandteil des Efficient Consumer Response
(ECR) verstanden. Der Verbraucher, der Kunde, soll entsprechend seiner
Nachfrage vom Handel optimal versorgt, der Transport kostengünstig durchgeführt und die Produktion der Waren anhand der
Nachfrage des Kunden gesteuert werden.
Oftmals wird Efficient Replenishment mit Continuous Replenishment
(CR) gleichgesetzt. Letzteres, die Einbeziehung des Herstellers
in die Planung der Bedarfsmengen des Handels, ist zumindest eine wesentliche Komponente von Efficient Replenishment.
Darüber hinaus verfolgt Efficient Replenishment als Zielsetzung, den Transport und Umschlag innerhalb der logistischen Ketten
effizient zu gestalten, zum Beispiel durch
Cross Docking. Durch letzteres sollen Einlagerungen
in ein Zwischenlager vermieden werden, durch die zeit- und mengenmäßige Koordination zwischen den Anlieferungen an einen Cross
Docking Point und die Zustellungen vom Cross Docking Point an die Empfänger.
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ERP Enterprise Resource Planning
ERP-Systeme unterstützen die Abwicklung der
Geschäftsprozesse und den Einsatz von
Ressourcen eines Unternehmens und liefern einen
Überblick zu den Geschäftszahlen der einzelnen Geschäftsbereiche. Sie bestehen im allgemeinen aus Modulen zu den
Bereichen Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Personalwirtschaft, Produktion, Waren- und Materialwirtschaft, Verkauf und Marketing.
Teilweise unterstützen ERP- Systeme auch die Bereiche von Supply Chain Management
(SCM) und Customer Relation Management
(CRM).
Da die Geschäftsprozesse miteinander verzahnt sind und sämtliche Geschäftsbereiche berühren, muss auch zwischen
den Modulen ein Informationsaustausch stattfinden. Sofern ein ERP- System nicht sämtliche notwendigen Geschäftsbereiche
unterstützt und daher andere Softwaresysteme zum Einsatz kommen, müssen diese über Schnittstellen an das ERP- System
angebunden werden. Diese Aufgabenstellung fällt unter den Begriff Enterprise Application Integration
(EAI).
Für die Unterstützung von unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen, wie zum Beispiel beim SCM
oder CRM, müssen die ERP- Systeme der Partner über den elektronischen Datenaustausch
(EDI) verbunden werden.
Der Open System Integration Server
OSIS ist
mit "vorgefertigten" (konfigurierten)
Lösungen in vielen EAI- und EDI- Szenarien der
Integration und Vernetzung von ERP- Systemen im Einsatz.