GDSN Global Data Synchronisation Network
Der elektronische Datenaustausch
(EDI) hat für den Austausch aktueller und fehlerfreier
Produktstammdaten zwischen der Industrie und dem Handel eine hohe Bedeutung. Der bilaterale Datenaustausch zwischen jeweils einem
Lieferanten und einem Handelsunternehmen bedeutet bei einer Vielzahl solcher Beziehungen und Schnittstellen einen enormen Aufwand,
auch wenn Standards wie
EDIFACT oder
EANCOM zum Einsatz kommen.
Um die Zahl der Schnittstellen zu reduzieren, bietet sich der Austausch über einen Datenpool an, über den viele Unternehmen ihre
Stammdaten über nur eine Schnittstelle synchronisieren können. Ein Beispiel hierfür ist der SINFOS Datenpool, ein
europäisches
Portal für den multilateralen Austausch von
Artikelstammdaten. Einer der Gesellschafter der SINFOS GmbH ist GS1 Germany, die deutsche Vertretung von
GS1 Global Standards One, ein Zusammenschluss von
EAN International und Uniform Code Council (UCC).
GS1 unterstützt den Global Standard Management Process (GSMP), ein Konzept für die globale Synchronisation von Stammdaten. Im Global
Data Synchronization Network (GDSN) wird über ein globales Verzeichnis (GS1 Global Registry) der Datenaustausch zwischen zertifizierten
Datenpools, angeboten von Dienstleistern (zum Beispiel SINFOS) oder direkt bei Herstellern und Handelsunternehmen installiert,
ermöglicht.
Aus den Datenpools der Industrie wird die Identifikation zu den Produkten an die GS1 Registry übermittelt, zum Beispiel mit der
Angabe der Global Location Number
(GLN) und der Global Trade Item Identification
(GTIN). Der Datenpool des Handelsunternehmens kann auf die
Identifikation zugreifen und die Übermittlung der gewünschten Daten vom Datenpool des Herstellers veranlassen.
Für den Datenaustausch zwischen den Anwendungssystemen und Datenpools sind Verfahren und Tools des Enterprise Application
Integration
(EAI) einzusetzen, wie zum Beispiel
OSIS, der Open System Integration Server.
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Geschäftsprozess
Ein Geschäftsprozess besteht aus Vorgängen und Aktivitäten, die untereinander in einem logischen Zusammenhang stehen.
Ein Geschäftsprozess hat einen definierten Anfang und ein definiertes Ende, mit definierten Eingangsgrößen und mit einem
Ergebnis, das für die Kunden des Unternehmens oder für das Unternehmen selbst einen Nutzen bringt.
Ein Geschäftsprozess kann weitere Geschäftsprozesse beinhalten oder ist selbst ein Teil eines übergeordneten
Geschäftsprozesses oder einer durchgängigen Folge von Geschäftsprozessen. Neben der Gesamtheit der Geschäftsprozesse
innerhalb eines Unternehmens reichen die Geschäftsprozesse über die Unternehmensgrenze hinweg, bei der Interaktion zwischen
Unternehmen. Ein typisches Beispiel ist das Supply Chain Management
(SCM),
bei dem von der Bestellung über den Transport, mit einer eventuellen Zwischenlagerung und bis zum Abverkauf im Handel die
Zufriedenheit des Kunden die Zielsetzung ist.
Geschäftsprozessoptimierung
(GPO) bzw. Business Process Reengineering
(BPR) sind Begriffe für die optimale Gestaltung von
Geschäftsprozessen.
Die Analyse und Beschreibung der Geschäftsprozesse ist eine Voraussetzung für die Unterstützung durch die IuK- Technologie.
Dies gilt insbesondere bei der Integration von Geschäftsprozessen, mit der Spezifikation der Interaktion zwischen den
Geschäftsprozessen und der auszutauschenden Information, eine Aufgabenstellung für die Zusammenarbeit von Anwendern mit
Unterstützung einer entsprechenden
"IT- Dienstleistung".
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GLN Global Location Number
Global Location Number ist der internationale Sprachgebrauch für die
ILN Internationale Lokationsnummer.
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GPO Geschäfts Prozess Optimierung
Für die Optimierung von
Geschäftsprozessen gibt es zwei theoretische Ansätze:
Beim Business Process Reengineering wird eine hohe Steigerung der Wertschöpfung und Effizienz "in einem Durchgang" durch eine
radikale Reorganisation angestrebt, während die Vorgehensweise der Kontinuierlichen Verbesserungsprozesse die ständige
Realisierung kleinerer Verbesserungen der Geschäftsprozesse beinhaltet.
BPR kann in der Praxis selten auf ein gesamtes Unternehmen oder die Gesamtheit einer Verwaltung angewandt werden. Bestehende
Abläufe und Strukturen können oftmals nicht voll in Frage gestellt und durch völlig neu gestaltete
Geschäftsprozesse abgelöst werden. Bei KVP dagegen werden bestehende Geschäftsprozesse analysiert und Teillösungen
umgehend realisiert.
KVP zielt auf die kontinuierliche Verbesserung der Qualität der Produkte oder Dienstleistungen, auf die Geschwindigkeit bei der
Weiterentwicklung und auf den Nutzen für den Kunden. Hierzu wird eine Unternehmenskultur für die Arbeit im Team aufgebaut, für die
Erarbeitung von Problemlösungen unter Einbeziehung von vor- und nachgelagerten Ebenen und mit einer weitgehenden Verteilung von
Kompetenzen und Verantwortung.
GPO-Tools sind Hilfsmittel für die Beschreibung und Optimierung von Geschäftsprozessen. Die Beschreibung der
Geschäftsprozesse und deren Interaktion wird digitalisiert abgelegt und in Grafiken dargestellt. GPO- Tools ersetzen nicht die
für eine Optimierung notwendige Kreativität und Erfahrung der Mitarbeiter des Unternehmens.
Die Optimierung von Geschäftsprozessen bedingt oftmals Veränderungen an der eingesetzten IuK- Technologie. Ein wichtiger
Aspekt bei kontinuierlichen Verbesserungsprozessen ist die flexible Einbindung von Geschäftsprozessen in übergeordnete
Geschäftsprozesse oder in durchgängige Folgen von Geschäftsprozessen, verbunden mit einer flexiblen Integration der
entsprechenden Informationssysteme in EAI- und EDI- Szenarien. Die LS GmbH bietet hierzu ihre
"Dienstleistung" zur Unterstützung
bei sämtlichen Arbeitsschritten an, von der Identifikation und Auswahl der zu integrierenden Geschäftsprozesse, der
Beschreibung der Interaktion zwischen den Geschäftsprozessen, der Erstellung des Konzepts zur technischen Lösung und dessen
Implementierung und bis zur Schulung und Begleitung in der Betriebsphase.
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GS1 Global Standards One
GS1 ist ein Zusammenschluss von
EAN International und Uniform Code Council (UCC), den
europäischen und amerikanischen Organisationen zur Pflege von Standards für die Identifikation beim Warenaustausch. Unter GS1
werden die Standards zu einem einheitlichen und weltweit gültigen Nummerierungssystem für die Identifikation von Artikeln,
Dienstleistungen und Unternehmen sowie zum elektronischen Datenaustausch
(EDI) zusammengeführt.
Bestandteile des GS1- Systems zur Identifikation sind die Global Trade Item Number
(GTIN) für Artikeln und Dienstleistungen, die Global Location Number
(GLN) für Unternehmen und Unternehmensteile, der Serial Shipping
Container Code
(SSCC) für Versandeinheiten sowie der Electronic Product
Code
(EPC) zur Identifikation von Objekten wie zum Beispiel
Artikeln, Kartons, Pakete, Paletten, Transportbehälter auf Basis der Technologie der Radio Frequency Identification
(RFID).
Weitere Bestandteile des GS1- Systems sind
EANCOM, die Bezeichnung für die Standardisierung von
EDIFACT- Nachrichtentypen für den elektronischen
Datenaustausch , und das Global Data Synchronisation Network
(GDSN), ein Internet- basiertes Netzwerk für den Austausch von
standardisierten und synchronisierten Daten zwischen Partnern der
Supply Chain.
Der Sitz der Verwaltung von GS1 Global ist für Europa in Brüssel, für USA in Lawrenceville (New Jersey). In ca. 100
Ländern ist GS1 durch nationale Mitglieder vertreten, in Deutschland ist das die GS1 Germany mit Sitz in Köln.
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GTIN Global Trade Item Number
GTIN ist eine internationale abgestimmte, einheitliche und weltweit überschneidungsfreie Identifikationsnummer, mit der Produkte
und Dienstleistungen identifiziert werden können. GTIN ist ein gemeinschaftlicher Code, der aus der Zusammenführung der
Europäischen Artikelnummer
EAN (European Article Numbering) und des amerikanischen
Uniform Product Code (UPC) entstanden ist. In der von
GS1 zu vergebenden 14-stelligen GTIN ist die 13-stellige EAN mit der
Füllziffer 0 an der ersten Stelle enthalten.