RECADV receiving advice
Die Wareneingangsmeldung ist eine
EDIFACT- Nachricht für die Bestätigung eines
Wareneingangs durch den Empfänger. Sie kann Abweichungen gegenüber vorausgehenden Nachrichten wie zum Beispiel der Liefermeldung
(DESADV), Bestellung
(ORDERS) oder Lieferabruf
(DELFOR) enthalten.
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Reengineering
siehe Business Process Reengineering
BPR
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REMADV remittance advice
Mit einem Zahlungsavis, einer
EDIFACT- Nachricht, zeigen Partner im Geschäftsverkehr
(zum Beispiel Verkäufer, Käufer, Banken)
eine durchzuführende Zahlung oder finanzielle Regelung zu Rechnungen, Gutschriften, Lastschriften usw. an.
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RFID- Middleware
Mit der Technologie von RFID (Radio Frequency Identification) können Daten zwischen einem an einem Objekt (z.B. Artikel, Packstück,
Behälter usw.) angebrachten Datenträger (Transponder, Tag) und einem Lesegerät (Scanner) durch elektromagnetische Wechselfelder
übertragen werde, ohne Sichtkontakt und sogar bei bewegten Objekten. Das zukünftige Einsatzgebiet ist mannigfaltig, zur Zeit erproben
insbesondere große Handelsunternehmen und deren Lieferanten in Szenarien der Logistik und des
SCM (Supply Chain Managements) die
Einführung. über RFID- Tags können Stati und Prozesse an beliebigen Stellen identifiziert und kontrolliert werde, bei der Fertigung
von Produkten, der Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Verbringung in Behältern, dem Transport und der Behandlung in
Logistikketten. Hier wird RFID in Zukunft die Barcode- Technik ergänzen.
Der Nutzen von RFID kann jedoch nur dann realisiert werden, wenn die RFID- Technologie mit der bestehenden Unternehmenssoftware
integriert ist, wenn die gewonnenen Daten in den verschiedenen Anwendungssystemen für SCM, ERP usw. verwertet werden können.
Die derzeitigen Anwendungssysteme sind in der Regel noch nicht auf RFID- Schnittstellen eingerichtet. Die Schnittstellen der
Barcode- Technik reichen nicht aus.
Bei der Integration besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen der RFID-Technik und der Barcode- Technik in dem bedeutend größeren
Datenvolumen, das bei RFID übertragen wird. Dieses Datenvolumen muss einerseits für das jeweilige Anwendungssystem auf das zutreffende
Maß reduziert werden. Andererseits bietet das große Angebot an Information die Möglichkeit, diese nicht - wie beim Barcode üblich - nur
an ein Anwendungssystem zu übertragen, sondern durch eine entsprechende Intelligenz selektiert verschiedenen Systemen,
unternehmensintern und unternehmensübergreifend, z.B. entlang Logistikketten oder Produktionsketten, zur Verfügung zu stellen.
Eine RFID- Middleware muss die Anforderungen für die Integration von RFID in die bestehende IT- Infrastruktur erfüllen. Die
Schnittstelle zur RFID- Hardware sollte über entsprechende Adapter die unterschiedlichen Technologien der verschiedenen Anbieter
bedienen können. Die übertragenen Daten werden in einer Datenbank gespeichert und anhand von Regeln und Filtern auf ihre Relevanz für
definierte Prozesse überprüft, für die jeweils angesprochenen Anwendungssysteme selektiert, auf das notwendige Maß reduziert, für die
jeweilige Schnittstelle aufbereitet und an das Anwendungssystem geleitet.
Bis hierhin entspricht die Aufgabenstellung im Prinzip derjenigen von
EAI
- Szenarien (bis auf die zusätzlichen Adapter zur
RFID- Hardware). Dementsprechend werden sich Softwareanbieter für EAI auf die RFID- Technologie einstellen. Dies um so mehr,
da die derzeitigen Anwendungssysteme überwiegend nur auf die Verarbeitung von importierten Daten eingerichtet sind, die aus den
heutigen EAI- Szenarien (z. B. aus Schnittstellen korrespondierender Anwendungssysteme, aus Barcode- oder BDE- Schnittstellen,
aus EDI- Schnittstellen mit externen Partnern) zur Verfügung stehen. So kann RFID parallel zur Weiterentwichlung der Anwendungssoftware
über eine Erweiterung der EAI- Szenarien schrittweise in die IT- Struktur eines Unternehmens eingeführt werden.
Der Einsatz von RFID bringt besonders dann eine erhebliche Steigerung von Wirtschaftlichkeit und Qualität, wenn durch die erfassten
Daten Abweichungen und Störungen des Ablaufs von Geschäftsprozessen gegenüber diesbezüglichen Vorgaben erkannt und entsprechende
Maßnahmen zu deren Behebung eingeleitet werden, soweit als möglich automatisiert. In der Logistik und beim Supply Chain Management
bekommt RFID durch diese Funktionalität einen hohen Stellenwert. Die Anreicherung mit RFID- on- line erfasster Information ermöglicht
die Erweiterung altbekannter Verfahren des
Tracking & Tracing, d.h. der Nachverfolgung und
online- Disposition von Waren, zu einem Supply Chain Event Management (SCEM) unter Einschluss von Ladungsträgern
und Fahrzeugen. SCEM verbindet die Verfolgung der Geschäftsprozesse
in Echtzeit mit Frühwarnmechanismen und steigert damit die Qualität bezüglich Warnungen, Entscheidungshilfen und
Steuerungsmechanismen bei unvorhergesehenen Ereignissen.
Die Hersteller von SCM- Software werden zunehmend SCEM in ihre Produkte integrieren. In Logistikketten werden jedoch oftmals
SCM- Softwaresysteme unterschiedlicher Hersteller eingesetzt, deren unterschiedliche Schnittstellen dann zu überbrücken sind.
Das spricht dafür, SCEM in Kombination mit einer für die Branche Logistik angepassten RFID- Middleware einzuführen.
Die Integration und Interaktion zwischen unterschiedlichen SCM- Systemen der an Logistikketten beteiligten Partnern ist eine typische
Aufgabenstellung für eine entsprechende
Dienstleistung zum EAI.
RFID ist der Anlass und die Basis- Technologie für die Einführung des Electronic Product Code
(EPC) für die Identifikation von Objekten und der
unternehmensübergreifenden Bereitstellung von Produktinformation über das internetbasierte EPC- Informationsnetzwerk.
GS1 und GS1 US (vormals EAN International und Uniform Code Council) und die internationale Entwicklungsplattform EPCglobal treiben
diese Entwicklung voran. Informationen über den aktuellen Status sowie die gesamte Historie von Produkten sollen jederzeit online
abgerufen werden können.
Mit dem Open System Integration Server
OSIS kann RFID an die Anwendungssysteme eines
Unternehmens oder mehrerer Unternehmen angebunden werden, und die Anwendungssysteme der Unternehmen können über OSIS entweder
direkt kommunizieren oder an Plattformen wie das zukünftige EPC- Informationsnetzwerk angeschlossen werden.
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RPC Remote Procedure Call
Durch einen "entfernten Funktionsaufruf" (RPC) kann ein Programm auf einem Client ein Programm auf einem Server als Unterprogramm
aufrufen. Hierbei können zwischen den Programmen, trotz der unterschiedlichen Adressräume, Parameter ausgetauscht werden.
Das Programm auf dem Client ruft mit einem lokalen Prozeduraufruf einen Stub ("Stummel") auf dem Client auf, der die Parameter einpackt
und den entfernten Aufruf über die Betriebssysteme der beiden Rechner an den Stub des Servers sendet. Dieser packt die Parameter
aus und ruft mit einer lokalen Prozedur das Programm auf dem Server auf. Das Ergebnis aus dem Programmaufruf wird vom Server- Stub
wieder verpackt, über die Betriebssysteme an den Client- Stub übertragen, von diesem ausgepackt und dem aufrufenden Programm
übergeben.
Die RPC- Schnittstellen können durch den Einsatz von
Middleware realisiert werden, für die Konvertierung
der Daten, die Durchführung der Transaktionen und die Organisation im Fehlerfall (Kommunikationsfehler oder Ausfall auf der
Server- oder Client- Seite). Verwenden die Kommunikationspartner die gleiche Programmiersprache, kann die Realisierung in dieser
erfolgen (Beispiel: Remote Method Invocation in Java), oder steht auf beiden Seiten das gleiche Protokoll für den entfernten
Methodenaufrufe zur Verfügung, kann ein Object Request Broker (ORB) in einer verteilten objektorientierten Architektur (Beispiel: CORBA
oder DCOM) genutzt werden. Bei der Kommunikation über Internet ist ein Nachteil, dass Datenpakete auf dem Weg zwischen ORBs durch
Firewalls leicht ausgefiltert werden können. Beim Einsatz
SOAP und http ist dies nicht der Fall.
Der beschriebene RPC- Ablauf ist synchron, das Programm auf dem Client wird so lange blockiert, bis das Ergebnis vom Server
zurückkommt. Bei einer asynchronen nachrichtenorientierten Kommunikation können die Nachrichten zwischen Client und Server
in einer Message oriented Middleware (MOM) zwischen gespeichert werden. Dadurch geht keine Information verloren für den Fall,
dass Server oder Client zum Zeitpunkt des Aufrufs nicht verfügbar sind.
OSIS, der Open System Integration Server,
kann als Middleware für RPC, auch in Kombination mit anderen Verfahren der Kommunikation in komplexen
EAI- und
EDI- Szenarien, eingesetzt werden.
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RTE Real Time Enterprise
In einem "Realtime Enterprise" sollen Verzögerungen und Fehler bei der Ausführung von Geschäftsprozessen vermieden
werden, indem jederzeit die relevante Information zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort vorliegt. Durch eine verzögerungsfreie
Reaktion auf interne und externe Ereignisse soll die Wettbewerbsfähigkeit durch die Reduktion von Zeit und Kosten verbessert
werden.
Die Forderung nach "Echtzeit" kann jedoch nicht so verstanden werden, dass ein Ereignis und die diesbezügliche Handlung zur selben
Uhrzeit erfolgen. Insofern kann der Begriff Realtime Enterprise als eine Vision für die Unternehmensstruktur verstanden werden,
als ein Ansporn für eine Zielsetzung, die niemals vollständig erreicht wird. Zwischen dem Ort und Zeitpunkt des Entstehens
von Information und dem Ort und Zeitpunkt der Handlung wird, abgesehen von automatisierten Prozessen, stets eine Differenz bleiben.
In vielen Fällen ist es durchaus angebracht, eine Aktion erst nach dem Sammeln von Information über einen gewissen Zeitraum
durchzuführen.
Die Prozessintegration ist eine wesentliche Voraussetzung für die Realisierung von RTE. Business Process Management
(BPM) ist hierzu eine geeignete Verfahrensweise. Die
Geschäftsprozesse sind zu modellieren und digital zu erfassen. Das Geschäftsprozessmodell ist auf die Logik der zur
Verfügung stehenden IT- Anwendungen wie zum Beispiel
ERP,
WWS,
CRM abzubilden, gegebenenfalls sind die IT- Anwendungen
anzupassen oder zu erweitern, u. U. unter Einrichtung einer Service orientierten Architektur
(SOA). Für die Integration der IT- Anwendungen und für
das Monitoring des Ablaufs können Verfahren des
EAI und des
Workflow Managements zum Einsatz kommen,
Data Warehouse Systeme liefern aufbereitete Ist-
Daten und Kennziffern. Abweichungen zwischen dem "Soll" und "IST" sind zu kontrollieren, soweit möglich automatisiert oder vom
Anwender aufbereitet, unter Nutzung entsprechender Schnittstellen. Gegebenenfalls sind die lang- oder kurzfristigen Planungen zu
ändern. Bei systematischen Abweichungen ist das Geschäftsprozessmodell zu überarbeiten.
In dem so beschriebenen RTE- Zyklus besteht bei der Überführung des fachlichen Modells in die informationstechnische
Realisierung noch eine Schwachstelle, wie allgemein beim BPM.